Weihnachtsgeschichte

Die jahrhundertealte Geschichte
Weihnachtsgeschichte

Seit Jahrhunderten begeistert die Weihnachtsgeschichte große und kleine Zuhörer. Durch die Glaubensrichtungen wurde sie in die gesamte Welt hinausgetragen und erlebt jedes Jahr in der Weihnachtszeit eine Wiedergeburt. Die Weihnachtsgeschichte ist der Grund für die Feierlichkeiten dieser Tage und erzählt von der Geburt Jesu Christi. Bis heute ist die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas die bekannteste und zugleich auch beliebteste. In der Originalfassung findet man sie im Lukas Evangelium im Neuen Testament der Bibel. Die Weihnachtsgeschichte steht meist im Mittelpunkt der Weihnachtsgottesdienste, die jedes Jahr in den Kirchen zum Heiligabend oder dem 1. Weihnachtsfeiertag abgehalten werden. Während des Gottesdienstes wird die Weihnachtsgeschichte vorgelesen oder auch vorgespielt. Das Krippenspiel hat sich gerade in Deutschland zu einer beliebten und zugleich auch unverzichtbaren Tradition in den Kirchen entwickeln können.

Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus

In der Bibel befindet sich jedoch nicht nur die Weihnachtsgeschichte, die der Evangelist Lukas einst verfasste, sondern auch die Version nach Matthäus. Diese Variante der Weihnachtsgeschichte unterscheidet sich inhaltlich sehr stark von der Erzählung von Lukas. Bis heute werden jedoch beide Versionen in unterschiedlichen Regionen wiedergegeben und genießen demnach noch immer eine große Aufmerksamkeit. Obwohl sich auf die Weihnachtsgeschichte von Matthäus in der Bibel befindet, ist die des Evangelisten Lukas wesentlich bekannter und wird so auch in den meisten Gottesdiensten vorgetragen.

Doch neben den inhaltlichen Unterschieden gibt es auch zahlreiche Gemeinsamkeiten in den beiden Erzählungen von Matthäus und Lukas. So zielen beide Versionen auf die Ankunft des Messias und somit auch auf die Menschwerdung Gottes ab. Obwohl die Weihnachtsgeschichte seit Jahrhunderten erzählt wird, wird deren Glaubhaftigkeit und insbesondere auch deren Richtigkeit immer wieder von Wissenschaftlern in Frage gestellt. Doch auch wenn es wohl nie einem Menschen, unabhängig davon ob es sich um einen Wissenschaftler handelt oder nicht, gelingen wird, die Richtigkeit der Weihnachtsgeschichte zu belegen, wird sie auch in den kommenden Jahrzehnten zum Weihnachtsfest präsent sein. Gerade bei der Arbeit mit Jugendlichen spielt die Erzählung der Weihnachtsgeschichte eine wichtige Rolle und so lernen sie Kinder im Rahmen vom Krippenspiel bereits in der Adventszeit kennen.

Die zahlreichen anderen Weihnachtsgeschichten

Heute ist es nicht mehr nur die biblische Weihnachtsgeschichte, die weltbekannt ist, sondern auch zahlreiche moderne Erzählungen oder Werke von großen Schriftstellern haben sich einen Namen machen können. Während sich viele Weihnachtsgeschichten an die biblischen Elemente erinnern und diese auch verarbeiten, gibt es auch Erzählungen, die auf den zwischenmenschlichen Aspekt zu Weihnachten, wie die Liebe und die Gemeinschaft eingehen. Aber auch satirische Weihnachtserzählungen sind noch heute sehr bekannt. Viele Geschichten, die sich mit Weihnachten auseinandersetzen, wurden über die Jahre hinweg verfilmt und haben dadurch eine noch größere Reichweite erlangen können. Bekannte und ebenso beliebte Weihnachtsgeschichten stammen so auch von Charles Dickens.

Die biblische Weihnachtsgeschichte nach Lukas

Zu der Zeit als Kaiser Augustus die Zählung aller Menschen anordnete, war Quirinius noch der Statthalter von Syrien. Augustus strebte durch die Volkszählung die genaue Erfassung der Steuer an. Alle Menschen, die in seinem Reich lebten, mussten sich zu den eigenen Heimatorten begeben und sich an diesen erfassen lassen. Alle brachen sie auf und gingen in die Stadt, in der Wurzeln ihrer Vorfahren lagen. Auch Josef nahm den Weg auf sich. Geboren als ein Sohn des Königs David begab er sich von seinem Wohnort Nazareth in Galiläa in die Stadt Davids. In Bethlehem, gelegen in Judäa, musste sich Josef melden und begab sich gemeinsam mit seiner Verlobten Maria auf den Weg zu seinen Wurzeln. Zusammen mit seiner Verlobten ließ er sich in Betlehem, der Stadt Davids einschreiben. Doch während der Zeit des Einschreibens, kündigte sich für Maria die Entbindung an. Gemeinsam mit ihrem Verlobten Josef machte sie sich auf dem Weg zu einer Herberge in Betlehem, doch der Besitzer wies die Beiden zurück. In einem Stall mit Stroh fanden sie einen Unterschlupf. Maria gebar in diesem Stall ihr erstes Kind, einen kleinen Jungen und legte ihn in einer Futterkrippe.

Nur unweit von dem Stall entfernt befanden sich Hirten auf einem Feld. In den dunklen Nachtstunden wachten sie über ihre Herden als ihnen plötzlich ein Engel erschien. Es war der Engel des Herrn, der zu ihnen herab trat auf die Erde. Hell erleuchte von der Herrlichkeit des gelobten Herren verkündete der Engel den Hirten die Botschaft. Geblendet von dem Licht fürchteten sich die Herren jedoch sehr. Der Engel versuchte den Hirten die Angst zu nehmen und erzählte ihnen, dass er eine große freudige Botschaft verkünden musste. Er erzählte den Hirten, dass ihr Retter, der Herr Christus geboren wurde. Der Engel berichtete, dass sie den Retter als ein Kind in einer Futterkrippe finden werden, dass in Windel gewickelt ist. Nur kurze Zeit nach der Botschaft gesellte sich ein Heer von Engeln zu dem Botschafter und gemeinsam mit ihm priesen sie Gott, seine Kraft und seine Herrlichkeit.

Bereits kurze Zeit nachdem die Engel in den Himmel zurückkehrten, sprachen die Hirten miteinander und beschlossen den Weg nach Betlehem auf sich zu nehmen. Sie wollten sehen, welches Geschenk und welche Botschaft von Gott bekanntgegeben wurden. Die Hirten liegen zu dem Stall, in dem Josef und Maria vor der Futterkrippe über ihren Sohn wachten und sie fanden ein Bild, wie es von dem Engel beschrieben wurde. Die Hirten berichteten Maria und Josef und allen Beteiligten, die sich zu der Zeit im Stall befanden, von der Botschaft, die von den Engeln überbracht wurde. Alle lauschten sie aufgeregt den Worten der Hirten und staunten über die Botschaft, die sie ihnen überbrachten. Doch Maria selbst bewahrte sich Zeit ihres Lebens die Botschaft der Hirten und dachte noch lange nach dem Besuch an die gesagten Worte. Nachdem sie Jesu Christi gesehen hatten, kehrten die Hirten zurück zu ihren Herden, die noch auf den Wiesen verweilten. Wieder angekommen priesen und lobten sie den heiligen Gott. Sie dankten ihm für all das, was sie hören und sehen durften, denn es ereignete sich so, wie es der Engel, der ihnen auf die Erde kam, berichtete.

Nach acht Tagen wurde der neugeborene Junge beschnitten und erhielt den Namen Jesus. Er erhielt den Namen, den Gott bereits vor der Geburt für ihn bestimmte