Bräuche zum 2. Weihnachtsfeiertag

Der 2. Weihnachtsfeiertag schließt sich dem ersten Weihnachtstag an und leitet im Grunde das Ende der Weihnachtszeit ein. Neben Deutschland feiern auch zahlreiche andere Länder Europas den 2. Weihnachtsfeiertag. So ist er insbesondere in Mitteleuropa ein gesetzlicher Feiertag. Über die Jahre hinweg haben sich zahlreiche Bräuche an diesem Feiertag einen Namen machen können. So wird er überwiegend in der Familie gefeiert. Die Geschichte von dem 2. Weihnachtsfeiertag, der immer am 26. Dezember ist, ist jünger als manch ein Mensch vermuten mag.
Der Ursprung vom 2. Weihnachtsfeiertag
Der 2. Weihnachtsfeiertag wird seit der Reformation durch Martin Luther gefeiert. Vor Luther wurde Weihnachten in Deutschland über unterschiedlichste Zeiträume gefeiert. Während man in einzelnen Regionen Weihnachten nur an einem Tag feierte, wurde das Fest in anderen über fünf Tage gedehnt. Martin Luther festigte mit dem 2. Weihnachtsfeiertag einen konkreten Zeitraum für dieses Fest. Der Ursprung dieses Festtages lässt sich also auf Deutschland zurückführen und wird auch bis heute überwiegend in diesen Regionen gefeiert. So feiern in Frankreich nicht alle Menschen den 2. Weihnachtsfeiertag. Verbreitet ist er im deutschen Nachbarland überwiegend in den Gebieten, die einst Deutschland zugesprochen werden musste, so zum Beispiel in Elsass-Lothringen.
Der christliche Hintergrund vom 2. Weihnachtsfeiertag
Der 2. Weihnachtsfeiertag besinnt sich wie auch der Erste auf einen christlichen Hintergrund. Den Überlieferungen zufolge wird am 2. Weihnachtsfeiertag der Fleischwerdung der Botschaft gedacht. Es handelt sich hierbei um die Worte, die im Johannesevangelium vermerkt sind. In der römisch-katholischen Liturgie handelt es sich bei dem 2. Weihnachtsfeiertag jedoch nicht nur um einen Bestandteil des Weihnachtsfestes, sondern vielmehr um einen Gedenktag, der in Form eines Hochfestes in Erinnerung an den ersten christlichen Märtyrer abgehalten wird. In vielen deutschen Regionen und insbesondere in der Schweiz und in Österreich wird der 2. Weihnachtsfeiertag aus diesem Grund auch als Stephanstag oder Stefanitag bezeichnet. In Großbritannien spricht man in Verbindung mit dem 2. Weihnachtsfeiertag hingegen vom Boxing Day.
Im Kreise der Familie
Der 2. Weihnachtsfeiertag wird heute bereits seit Jahrhunderten gefeiert und mit den Jahren haben sich zahlreiche Bräuche und Traditionen einen Namen machen können. Nicht nur in Deutschland besinnt man sich an dem 2. Weihnachtsfeiertag auf die verschiedensten Bräuche, die von Generation zu Generation übergeben werden. Wie der Vortag wird auch der 2. Weihnachtsfeiertag meist im Kreise der Familie verpasst. Viele Familien nutzen diesen Tag jedoch auch für einen Besuch bei Freunden und Bekannten. Gläubige suchen an diesem Tag abermals den Weg in die Kirche und Gedenken hierbei der Geburt Jesu und der Fleischwerdung der biblischen Botschaft. Am 2. Weihnachtsfeiertag wird ein reichhaltiges Weihnachtsessen gereicht. Wie auch am ersten Feiertag gehören Gans und Ente zu den beliebtesten Speisen und werden auf einer weihnachtlich dekorierten Tafel gereicht. Der Nachmittag mit der Familie soll schließlich nicht nur den 2. Weihnachtsfeiertag, sondern auch das gesamte Weihnachtsfest abrunden. Sowohl die evangelischen als auch die katholischen Christen suchen an diesem Tag den Weg in die Kirche. Beide Weihnachtsgottesdienste sind am 2. Weihnachtsfeiertag jedoch vollkommen verschieden und besinnen sich auf die liturgischen Überlieferungen, die seit Jahrzehnten bekannt sind.
